Artenschutz/Biodiversität - Details

Artenschutzturm



Wie bereits in der Rathauszeitung im April 2015 angekündigt, wurde das alte Trafohäuschen in Hohenkemnath zu einem Artenschutzturm umgebaut. Mit dieser wundervollen Idee kam Maria Hummel, langjährige Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins, im Frühjahr 2015 auf Bürgermeister Franz Mädler zu. Grund hierfür war, ihr kam zu Ohren, dass das alte Trafohäuschen im Norden Hohenkemnaths abgerissen werden sollte. Ihre Idee war es, daraus einen „Artenschutzturm“ zu machen, eine Heimat für Tiere vielfältiger Art, von der Fledermaus bis zum Wanderfalken, von Insekten, Vögel bis zum Igel.

Zusammen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, der Gemeindeverwaltung, dem Obst- und Gartenbauverein sowie den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) konnte ein einzigartiges Projekt geplant werden. In Zusammenarbeit mit den ijgd konnten 16 Jugendliche aus aller Welt gefunden werden, die dieses Projekt im Rahmen eines Workcamps umsetzten. Im August diesen Jahres war es dann nach langer Planung soweit, die Jugendlichen reisten aus Armenien, Frankreich, Italien, Russland, Spanien, Südkorea, Türkei, Ukraine und Deutschland an und verwandelten gemeinsam mit den örtlichen Baufirmen, Bauunternehmen Engelbert Sperber und Holzbau Kuhn sowie dem Obst- und Gartenbauverein das alte Trafohäuschens in einen Artenschutzturm um. Der Leiter des Amtes für Ländliche Entwicklung Oberpfalz, Thomas Gollwitzer betonte, dass dies ein einmaliges und besonderes Projekt ist, da es in Bayern der erste Artenschutzturm ist. Untergebracht waren die Jugendlichen mit ihren beiden Campleiterinnen in der Grundschule in Ursensollen. Ziel der Internationalen Jugendgemeinschaftsdienste ist es, dass die Jugendlichen innerhalb von drei Wochen lernen Verantwortung zu übernehmen und in der Gruppe zusammen zu arbeiten. Mit Offenheit und Toleranz auf andere Menschen und Kulturen zu zugehen, unsere Heimat, unsere Kultur sowie unsere Gastfreundschaft kennen zu lernen. Das Internationale Workcamp in der Gemeinde umfasste neben der Arbeit am Artenschutzturm auch gemeinsame Freizeitaktivitäten. Bereits im Voraus wurde ein Freizeitprogramm aufgestellt, mit dabei waren ein Besuch der Hohenkemnather Kirwa, Tagesausflüge nach Regensburg und Amberg mit einer Plättenfahrt sowie ein Pizzaabend als Abschluss in Hohenkemnath.

An dieser Stelle möchte ich als Bürgermeister meinen besonderen Dank an alle Organisatoren und Mitwirkenden zu diesem Projekt aussprechen. Den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten für die gute Zusammenarbeit. Dem Amt für ländliche Entwicklung Oberpfalz und dem Obst- und Gartenbauverein allen voran Maria Hummel, die dieses Projekt erst möglich gemacht haben sowie finanziell tragen sowie in der Zukunft pflegen. Ebenfalls allen Vereinen, die unseren Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich gemacht haben, beispielsweise den Kirwabaum aufzustellen, die Kränze für die Kirwa zu binden, Feuerwehrübungen durchzuführen, einen Probeabend beim Bogenschießen oder den Jugendlichen einen Fahrdienst zu unterschiedlichen Ausflugszielen angeboten haben. Ein herzliches Vergelt´s Gott an alle, die sich hier mit eingebracht haben. Die Gemeinde Ursensollen hat dieses Projekt gerne mit organisiert und nach Kräften auch unterstützt.



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