Gemeinde Ursensollen

Artenschutz/Biodiversität - Details

Streuobst-Saft und Bio aus der Region



Die Gemeinde Ursensollen setzt mehr Impulse zur Förderung der biologischen Vielfalt sowie der Regionalvermarktung im Alltag und stellt ihr Getränkeangebot für Gäste im Rathaus auf Bio um. Den Anstoß zur Umstellung auf Bio-Getränke gab Gemeinderat Manfred Schmidt im Jahr 2019.

Barbara Ströll, Projektmanagerin der Öko-Modellregion Amberg-Sulzbach des Landschaftspflegeverbands, stand der Kommune beratend zur Seite, um ein Konzept zur Integration von Bio-Produkten und Zusammenarbeit mit Bio-Direktvermarktern aus der Region auszuarbeiten. Das Ergebnis: Künftig werden sortenreine Streuobstsäfte vom Birgländer Biohof Heldrich sowie die Oberpfälzer Juradistl-Apfelschorle ausgeschenkt. Barbara Ströll zeigte sich begeistert: „Unsere Ernährungsweise hat einen großen Einfluss auf die Biodiversität in der Kulturlandschaft. Schön, dass sich die Gemeinde Ursensollen als Biodiversitäts-Kommune für diesen Schritt entschieden hat und damit gleichzeitig konkrete Ziele der Öko-Modellregion in die Tat umsetzt. Beide Streuobst-Produkte ergänzen sich sehr gut.“ Die Juradistl-Schorle wird von der Regensburger Kelterei Nagler aus ungespritzten Äpfeln von Oberpfälzer Streuobstwiesen hergestellt. Der Biohof Heldrich stellt seine Säfte in der hofeigenen Saftpresse her und verarbeitet dafür nur Obst von biozertifizierten Streuobstwiesen. Eine Besonderheit sind die sortenreinen Säfte und die Mischsäfte von Familie Heldrich. Dazu baut sie in Frechetsfeld neben Birnen, Kirschen und Beeren mehr als 100 verschiedene Apfelsorten in Streuobstwiesen an. Auch Isabel Lautenschlager, Geschäftsführerin des Naturparks Hirschwald zeigte sich erfreut. „Ich begrüße es, dass unsere Mitgliedsgemeinde Ursensollen diesen Weg geht und bei Erfrischungsgetränken auf regional und bio setzt. So bleibt der Mehrwert in der Region, und zwar beim Obstbaumbesitzer und nicht zuletzt auch in der Natur.“

„Biologische Vielfalt ist ein Qualitätssiegel unserer Heimatregion“, fügte Bürgermeister Franz Mädler dem Vorhaben an.



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